Web Design
Glosse 1.18

Disziplin

12. 02. 2018: In der Bundespolitik geht es seit der Bundestagswahl 2017 drunter und drüber. Wer will regieren, wer nicht? Wann gilt das eine, wann das andere? Erst nach einem innerparteilichen Selbstfindungsprozess, bevor man sich wieder dem Staatswohl zuwendet? Oder gar nicht, weil in Sondierungsrunden der Schwanz mit dem Hund wedeln wollte, was vorhersehbar misslang und nur der Weg in den Schmollwinkel gefunden wurde?

Ohne die MöldersInfo parteipolitisch zu engagieren, muss man der Union zubilligen, dass sie auf eine stabile Regierung hinarbeitet - wenngleich da auch manche über die Zeit nach Kanzlerin Merkel spekulieren, statt die Regierungsbildung voranzubringen. FDP und SPD, über Jahrzehnte in Regierungsverantwortung und untereinander oder mit der Union in Koalitionen verbunden, versagen hingegen bei der Einigung auf tragfähige Lösungen für die Herausforderungen, vor denen das Land steht. Ob sich dies ändert, werden wir bald sehen.

Die Kanzlerin hat bei den Wählern an Zustimmung verloren - nicht nur, aber vor allem aufgrund ihrer fehlgeleiteten Migrationspolitik. Darin liegt jedoch nicht der Grund und erst recht keine Entschuldigung für den Zustand der Bundespolitik. Der Politik eines Landes, dem es alles in allem gut geht, auch seinen Bürgern, und das alle Anstrengungen unternehmen muss, dass dies so bleibt!  Die Parteien der Mitte müssen die Mehrheit der Wähler für sich gewinnen und sich auf das Notwendige verständigen! Die Wahl in Sachsen-Anhalt (2016) hätte dazu für die bürgerliche Mitte der letzte Weckruf sein müssen -  hat nicht funktioniert.

Die 68er lästerten über die sogenannten “Sekundärtugenden”, zu denen auch die Disziplin gehört, nämlich in der Übernahme von Verantwortung, der Lösung von Problemen sowie im Umgang miteinander. Jetzt ist in der Bundespolitik Disziplin gefragt - oder wer es vornehmer mag: Staatsräson.