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Erinnerungskultur

Stand Mai 2019

Verbandsabzeichen des Jagdgeschwaders 74 `Mölders´

Die Frage nach der “Erinnerungskultur” ist ein wichtiger Punkt als Grundlage jeder Traditionsbildung und -pflege: Sie entsteht aus dem kollektiven Erinnern einer Organisation, der Gesellschaft, einer Nation oder einer Staatengemeinschaft an die eigene Geschichte und wird vom Umgang mit dieser Erinnerung bestimmt.

Das gelingt nur so gut wie historisches Bewusstsein gefördert wird: Erstens die Einsicht, dass die Vergangenheit wechselhaft und von vielfältigen Einflüssen bestimmt war ... die Gegenwart vollzieht sich ja ebenso!  Wer geschichtliche Entwicklungen wie gerade Linien, ohne Umwege und Rückschritte versteht und nur auf einzelne Ursachen, Faktoren oder Motive zurückführt ... findet sich auch in der Gegenwart nicht gut zurecht! Zweitens  das Eingeständnis, dass man in der eigenen Gegenwart selten alle Informationen zu wichtigen Geschehnissen bekommt und dies erst recht für Vorgänge in früherer Zeit gilt. Die  objektive, die ganze und die reine Wahrheit sind Begriffe für ein kaum erreichbares Ideal. Zu fordern ist aber Wahrhaftigkeit, eine unerlässliche Geistes- oder gar Charakterhaltung (siehe Wahrhaftigkeit).

Wie einseitige oder selektive Erinnerung wirken kann, zeigt sich an berühmten Baudenkmälern:

Der Kölner Dom, im Mittelalter als Wahrzeichen eines in der gesamten Gesellschaft als Leitvorstellung tief verwurzelten Christentums begonnen, blieb drei Jahrhunderte lang eine traurige, brachliegende Baustelle, die in Bildern festgehalten wurde.  Im frühen 19. Jahrhundert entstanden im Rheinland Initiativen zur Vollendung des Bauwerks, wobei in dieser nachnapoleonischen Zeit das nationale Selbstverständnis der Bürger größeres Gewicht hatte als christliche Motive. Lange vor der Reichsgründung 1871 brachte die Unterstützung des Vorhabens durch das preußische Königshaus der Hohenzollern den Durchbruch. Die Hohenzollern, selbst Protestanten, sahen den Wert des Wiederaufbaus für die katholischen Rheinländer, die nach dem Wiener Kongress 1815 zu preußischen Bürgern geworden waren. Ausschlaggebend ist aber auch hierbei gewesen, dass eine solche Ruine nicht als Symbol des eigenen Selbstverständnisses taugen konnte. Heute als Bauwerk und Mittelpunkt christlichen Lebens bewundert, ist die Bedeutung des Doms für die Entwicklung unserer Nationalgeschichte unübersehbar.

Die Würzburger Residenz. Zur geschichtlichen Einordnung ein Blick auf die Zeit vor ihrer Errichtung: Am Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648) lag das deutsche Reich am Boden. Der Krieg hatte sich auf seinem Territorium abgespielt, wobei es um Macht- und Glaubensfragen ging, die verbissen und mit Grausamkeit verfolgt wurden. Die Bevölkerung war dezimiert und verarmt, das Reich von Grenzlinien zwischen katholischen und protestantischen Gebieten durchzogen. Damit ging ein Kulturbruch einher: In den Jahrhunderten zuvor hatten Renaissance (Rückbesinnung auf die griechisch-römische Kultur der Antike), Erstarken des städtischen Bürgertums, wissenschaftlicher und technischer Fortschritt sowie christliche Reformation zu einer politisch-gesellschaftlichen Konstellation geführt, aus der sich ein moderneres deutsches Reich hätte entwickeln können. Statt dessen kam es zum politischen Rückschritt in den Absolutismus: Die Herrschenden beanspruchten in ihren Gebieten uneingeschränkte Macht - auch die Fürstbischöfe, zugleich weltliche wie geistliche Herren. In den protestantischen Landen nach 1648 abgeschafft, regierten sie in katholischen Bistümern bis zur Unterwerfung des deutschen Reichs durch Napoleon I. (1806). Ihrem Selbstverständnis gemäß bauten sie prachtvolle Residenzen und Schlösser, bis zur Erschöpfung ihrer Staatshaushalte. Es wurden Juwelen des Barock und Rokoko. So auch die Residenz der Würzburger Fürstbischöfe, wo heute mit Führungen im 20-Minuten-Takt die künstlerischen und handwerklichen Leistungen aus dem 18. Jahrhundert gezeigt werden. Die Bewunderung und Freude des Besuchers beim Betrachten dieser Pracht soll nicht durch die Erinnerung an den politisch-historischen Hintergrund getrübt werden; aber zum Verständnis von Geschichte trägt es bei, nicht nur Ergebnisse zu sehen.

In diesem Sinne ist auch das weitere Schicksal der Residenz interessant. Nach 1806 blieb sie ein staatliches bayerisches Schloss. Im Zweiten Weltkrieg wurde es durch britische Bomber zerstört. Die Würzburger Altstadt wurde in Schutt und Asche gelegt. Residenz und Altstadt waren keine militärischen Ziele; die Bomben galten der Zivilbevölkerung, deren Moral gebrochen werden sollte. Die Wiederherstellung der Residenz war aufwendig und brauchte Jahrzehnte. Aber sie wäre schwerlich möglich gewesen ohne die Initiative des amerikanischen Leutnants Skelton, der als Soldat der Besatzungsmacht und einer ihrer “Monumentsmen” nach Kriegsende eine erste Sicherung des besonders wertvollen Mittelbaus veranlasste. Zerstörung und Wiederaufbau - ein historisches Muster.

Die Schlösser des bayrischen Königs Ludwig II. Ludwig war im 19. Jahrhundert einer der letzten absolutistischen Monarchen. Er beanspruchte für sich, seine Idealvorstellungen und Neigungen aus eigener Machtvollkommenheit ohne Einschränkung durch andere Belange des Staates verwirklichen zu können. Vor allem mit dem Bau der heute für Bayern imagebildenden Königsschlösser brachte er das Land an den Rand des Ruins; dadurch verlor er politische Handlungsfähigkeit, geriet in Abhängigkeit von Preußen und konnte schließlich kaum anders, als der deutschen Reichsgründung (1871) unter Einschluss Bayerns zuzustimmen. Der Glanz seiner Bauwerke ist heute eine der größten touristischen Attraktionen Deutschlands und für Schöngeister macht die besondere Förderung Richard Wagners durch Ludwig II. eine immer noch beispielgebende kulturelle Leistung aus. Politisch, als Herrscher seines Landes, war Ludwig jedoch ein lebensfremder, egomanischer Versager.

Erinnerungskultur bedeutet oft “Nichts ist, wie es scheint.” Die Geschichte dieser Bauwerke belegt es. Wie wäre die Entwicklung Deutschlands verlaufen, wenn die Geisteshaltung, die zur Errichtung führte, weniger rückwärtsgewandt, weniger auf die Bewahrung des eigenen Status gezielt hätte?

Jedwede Erinnerungskultur wird sich auf das Wichtige - Erfreuliches wie Abschreckendes - aus der Vergangenheit konzentrieren, um es im kollektiven Gedächtnis zu bewahren. Was wichtig ist, resultiert aus dem Zusammenwirken vieler Faktoren wie eigene Kenntnis und Erfahrung, Bildung durch Elternhaus und Schule, erlebte Kultur von früher Jugend an, Literatur und Medienberichte, politische Meinungsbildung und Praxis von der Gemeinde- bis zur Bundesebene. Das “Wichtige” ist somit nicht das Ergebnis einer objektiven Auswahl, sondern im Idealfall ein gemeinsames Verständnis von dem, was - beispielsweise - die Identität einer Nation ausmacht. Aber in einer demokratisch verfassten Gesellschaft, in der es starke politische Strömungen mit sozialistischen, liberalen, konservativen oder auch ethnischen Wurzeln gibt, wird es zu unterschiedlichen Sichtweisen des “Wichtigen” kommen. Werden solche Strömungen zu stark, wird die Entwicklung einer gemeinsamen Erinnerungskultur misslingen und zur politischen Polarisierung führen - ein Befund der sich ansatzweise in der deutschen Gesellschaft zeigt.

Als Beispiel zur Frage “was ist wichtig?” lohnt ein Rückblick auf unsere Militärgeschichte: Die Befreiungskriege Anfang des 19. Jahrhunderts zählen zum Traditionsbestand der Bundeswehr. Aus einer Reihe von Gründen, z.B. wegen der damals in Preußen eingeführten Allgemeinen Wehrpflicht, die das Verhältnis von Staat und Bürger verändert hat. Aber am Ende dieser Kriege war das “Heilige Römische Reich deutscher Nation”, das alte deutsche Reich unter Führung der Habsburger, zerschlagen. Als Ergebnis der Friedensverhandlungen (1815, Wiener Kongress) existierten auf deutschem Territorium nun viele selbständige Staaten: Eine Kleinstaaterei, die anderen europäischen Mächten in die Hände spielte und  Deutschlands Stellung in Europa um Jahrzehnte zurückwarf. Heute wird dieser Rückschlag mit seinen tragischen Folgen, den späteren Kriegen um die politische Konsolidierung Mitteleuropas, kaum mehr bedacht. Im Vordergrund stehen vielmehr das damalige Streben der Bürger nach mehr politischer Mitwirkung und die Demokratieversuche dieser Zeit (Paulskirche). Obwohl sie scheiterten, werden sie unserer demokratischen Tradition zugerechnet. Aber: In den Befreiungskriegen gegen Napoleon I. ging es neben der Beseitigung der Fremdherrschaft um die deutsche Einheit. Dafür hatten viele gekämpft; auch ihre Hoffnung wurde über lange Zeit enttäuscht.

Eine Wende ergab sich erst mit den Kriegen Preußens und Österreichs gegen Dänemark (1864), Preußens gegen Österreich (1866) und Deutschlands gegen Frankreich 1870/71 sowie der Neugründung des Deutschen Reichs am 18. Januar 1871 (Proklamation in Versailles). Das Ergebnis war ein vereinigter deutscher Staat. Obwohl im Reich monarchische Strukturen der ehemals selbständigen Herrschaften fortbestanden, wurde es ein Nationalstaat, gerade auch im Bewusstsein der Bürger: In der ersten Strophe des Deutschland-Liedes verlangte Hoffmann von Fallersleben “Deutschland über alles!”. Dies war der Appell an die Deutschen zur Überwindung der Kleinstaaterei, zur nationalen Einheit im deutschen Sprachraum “von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt”. Das Reich von 1871 hat dem weitgehend entsprochen (nicht eingeschlossen: Österreich, Liechtenstein, Luxemburg sowie - schon früher aus dem Heiligen Römischen Reich ausgeschieden - deutschsprachige Schweiz). Unter Bismarcks Diplomatie und Staatskunst wurde die deutsche Einheit und Bildung eines eigenen Nationalstaats in Kriegen erkämpft. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts war die Geschichte Deutschlands mehr von der Nationalstaatsfrage geprägt als vom Ideal liberaler Volksherrschaft - auch in der kurzen Zeit der Weimarer Republik, als man mit den Folgen des 1. Weltkriegs zurechtkommen musste.

Die Bundesrepublik ist trotz der historischen Brüche im 20. Jahrhundert (Weltkriege, NS-Regime) ein direkter Nachfolger des 1871 begründeten Reiches - rechtlich wie territorial (mit Einbußen aufgrund der verlorenen Weltkriege) und politisch nachvollziehbar bis in unsere Tage. In der Traditionspflege der Bundeswehr findet sich hingegen fast nichts, was an die militärischen Leistungen und (preußischen) Persönlichkeiten aus der Zeit der Reichsgründung erinnert. Das ist auf zwei Besonderheiten der deutschen Erinnerungskultur zurückzuführen: Erstens. Dass unser Land existiert, weil im 19. Jahrhundert Kriege “als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln” (Clausewitz) geführt wurden, erzeugt Unbehagen, ja Ablehnung. Und zweitens: Soweit unsere nationale Identität thematisiert wird, geschieht dies distanziert, abstrakt und emotionslos (Bindung an das Grundgesetz, christlich-humanistische Wurzeln, Deutschland als Teil Europas, Verantwortung in der Weltgemeinschaft). Es richtet doppelt Schaden an, historische Überlieferung zu verdrängen oder nach Opportunität zu steuern und vor der Identitätsdebatte auszuweichen, die unsere Gesellschaft  braucht.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ist ein wichtiger Gestalter unserer nationalen Erinnerungskultur. 2017 fiel eine Plakataktion des Volksbundes auf, bei der ein großer Friedhof mit Kriegsgräbern gezeigt wird, verbunden mit der Zeile “Darum Europa!” Ein Bravo diesem überzeugenden Bildargument! Ganz anders die vor einiger Zeit im Volksbund diskutierte Frage, ob man aller Kriegsopfer gedenken und dazu auch Soldaten, die sich schuldig gemacht haben, auf Soldatenfriedhöfen bestatten darf. Es geht hierbei um historische Bewertungen, mit denen man leicht ins Absurde abgleitet: Wenn Kriegsteilnehmer - beispielsweise Soldaten der Legion Condor im Spanischen Bürgerkrieg - politisch geächtet werden, weil man ihren Einsatz aus heutiger Sicht verurteilt, wären ihre Überreste dann zu exhumieren und sozusagen “vor der Stadtmauer zu verscharren”? Oder: Wären Angehörige der Waffen-SS aus jeglichem Gedenken zu verbannen, würde das auch für Günter Grass (Nobelpreis für Literatur, als junger Mann freiwilig in der Waffen-SS) gelten? Was ist mit Altkanzler Helmut Schmidt, einem der Großen seiner Zeit: Er diente als Soldat an der Ostfront und war bei der Blockade Leningrads eingesetzt - einem der größten Verbrechen der Wehrmacht, wie es in einer Gedenkveranstaltung des Deutschen Bundestages hieß (siehe Wahrhaftigkeit, Abschnitt “Leningrad”)?

Inzwischen hat sich die Haltung des Volksbundes zu solchen Fragestellungen gefestigt, wie die Ansprache der Generalsekretärin, Daniela Schily, anlässlich der Einweihung der Kriegsgräberstätte in Podgorica (Montenegro) belegt: “Wir wissen, dass die Toten auf diesem Friedhof ... im Kampf gegen Partisanen gefallen sind. Wir wissen, dass bei Vergeltungsmaßnahmen abscheuliche Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung begangen wurden. Der Volksbund ist sich dieser Schuld bewusst und hat keine Scheu, den Zweiten Weltkrieg als verbrecherischen Angriffskrieg zu benennen ... Dennoch distanzieren wir uns von pauschalen Schuldzuweisungen. Die Soldaten, die hier ruhen, sind ebenso Opfer des Krieges wie ihre damaligen Gegner. Die Kriegsgräberstätte Podgorica ist kein `Denkmal für Mörder´, wie in der Presse zu lesen war, sondern ein eindringliches Mahnmal für den Frieden. Wir alle haben eine Verantwortung dafür, dass ein Hass zwischen Nationen und Ethnien, wie er zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs geschürt wurde, nie wieder einen Platz in Europa findet. ...”

In der Zeitschrift des Volksbundes “Frieden” 1/2017 ist ein ausführlicher Artikel von Wolfgang Schneiderhan, ehem. Generalinspekteur der Bundeswehr und jetzt Präsident des Volksbundes, zum Patriotismus und Schicksal jüdischer Soldaten vom Kaiserreich bis in die 1930er Jahre erschienen. Ebenso erinnerte der Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 (Neuburg/Donau) in einer Ansprache an den 100. Todestag von Wilhelm Frankl - aus jüdischer Familie stammender hochdekorierter Jagdflieger des 1. Weltkriegs, 1917 gefallen und seit 1973 Namensgeber der Neuburger Kaserne. Außerdem gingen Artikel in zwei Ausgaben der Geschwaderzeitung “Der Mölderianer” auf das Gedenken an Frankl ein.  Unter Wilhelm Frankl wird das Thema der jüdisch-stämmigen Soldaten Anfang des 20. Jahrhunderts als Teil der Bundeswehr-Tradition behandelt.

Die Erinnerung an das Dritte Reich und den Nationalsozialismus gehört zum Tagesgeschäft der Medien wie zum öffentlichen Auftritt in der Politik. Unmissverständlich: Es ist klar, dass unter die deutsche Geschichte von Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts kein Schlußstrich gezogen werden kann. Im Gegenteil, der Unterricht in unseren Schulen muss in der Vermittlung dieser Periode mehr bewirken als bisher; die in vielen Schulen übliche Besichtigung eines KZ ersetzt keine Stunde des Geschichtsunterrichts! Aber es gilt, was Martin Walser schon 1998 als leichtfertigen, oberflächlichen Umgang mit der NS-Zeit verurteilt hat, der sich auch durch Berichterstattung und Kommentierung vieler Medien zieht. So vergeht kein Tag, an dem im deutschen Fernsehen keine Sendung zum oder im Zusammenhang mit dem Dritten Reich auf dem Programm steht, anscheinend beliebig über die Woche verteilt. Worum geht es? Weil man das Material dazu hat, es leicht aufbereiten kann und die Produktion billig ist? Oder weil man sozusagen routinemäßig zeigen will, wo man politisch und moralisch steht? Siehe hierzu Glosse 1.15 über “Political Correctness”.

Wie unangenehm und schmerzlich persönliche wie kollektive Erinnerungen sein können, erschließt sich jedem, der mit dem Thema Erinnerungskultur umgeht. Das wird auch deutlich im Interview der Süddeutschen Zeitung mit dem ehemaligen Inspekteurs der Luftwaffe, Generalleutnant a.D. Rall - einem der erfolgreichsten Jagdflieger des Zweiten Weltkriegs und seither unübertroffen - zum heiklen Thema “Helden” (Günther Rall über Helden). Aber Ignoranz und Verdrängung machen die Sache nicht besser: Zum Tode von Günther Rall  hat der Londoner Daily Telegraph eine ausführliche Würdigung veröffentlicht (Rall_Obituary_by_Daily_Telegraph) - in deutschen Medien und Verlautbarungen war nichts dergleichen zu lesen.

Erinnerungskultur und Traditionsbildung sind nicht dasselbe: Tradition wählt aus den gemeinsamen Erinnerungen das Wertvolle und Vorbildliche aus. Aber bei beiden wird gefragt: Wie gehen ein Staat und seine Gesellschaft mit der eigenen Vergangenheit um, wieviel sind historische Bildung, wieviel der Respekt für die Vorfahren wert? Dabei kann sich die von den Streitkräften gepflegte Tradition nur im Einklang mit der nationalen Erinnerungskultur entwickeln.